• Buchcover Lebensplan - Meine Zeit mit Luise - Barbara Kaminski

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Leseprobe Vorwort

Die Geschichte, die ich in diesem Buch erzähle, handelt von meiner Familie und der gemeinsamen Zeit mit unserer Tochter Luise Katharina. Sie ist 66 Tage nach ihrer Geburt gestorben und noch immer staune ich darüber, wie wir damit umgegangen sind, wie wir zur rechten Zeit die richtigen Menschen fanden, welche uns immer das Passende sagten. Wie wir hinhörten, uns einlassen konnten. Wie wir den Schmerz, die Trauer, die Einsamkeit, alle Gefühlsausbrüche, die lauten und die leisen, ertragen konnten und daran gewachsen sind. Ich wurde in dieser Zeit Luises Sprachrohr und habe ihr und unser Schicksal unseren Freunden mitgeteilt. Es hat sie alle zutiefst bewegt.
Wir haben es geschafft, voller Vertrauen Gottes Willen anzunehmen und Luise auf ihrem kurzen Weg zu begleiten.

Ich erzähle in diesem Buch meine Gedanken, die ich in vielen E-Mails an unsere Freunde als eine Art Tagebuch aufgeschrieben habe. Das war oftmals der einzige Weg, mich mitzuteilen. Nach Luises Tod waren es wertvolle Erinnerungen, die mir auch für die Trauerarbeit sehr nützlich waren.
Ich wollte nichts vergessen. Jede Einzelheit, jeden Gedanken wollte ich aufheben, ihm nachspüren können, auch Jahre später. Es sollte ein Dokument für mich und Berthold, meinen Mann, aber auch für Anna, unsere erste Tochter, sein. So kann sie später immer wieder die Geschichte von ihrer Schwester nachlesen. Schnell reifte der Gedanke, alles für unsere Familie zu dokumentieren.
Meine Geschichte, die von einer sehr extremen Zeit in meiner Familie handelt, ist natürlich auch sehr persönlich. Darf ich sie anderen, mir unbekannten Menschen mitteilen? Darf ich erzählen, was uns bewegte? Meine Gefühle kann ich erzählen, wem ich möchte, aber wie sieht es aus mit den Gedanken und Gefühlen, die meinen Mann, meine Tochter Anna bewegen?
Die Antwort auf diese Fragen kam durch einige Rückmeldungen von Freunden, die mich sehr bewegten, und sie bestätigten mich in meinem Vorhaben. Einmal hatte ich mit Annette, der Frau von Bertholds Freund Knut, telefoniert. Bisher hatte ich sie noch nicht kennen gelernt. Doch sie hatte über Knut meine E-Mails erhalten. Wir sprachen darüber und sie sagte mir unter anderem, dass diese Briefe von mir auf sie wie eine Predigt gewirkt haben. Ich war beeindruckt. Hatten meine Gedanken solch eine große und bedeutende Wirkung?
Schwester Gertrud-Maria, eine Schönstatt-Schwester, war ebenfalls durch unsere Verteilerliste angeschrieben worden. Sie schrieb mir eines Tages und bat mich, die E-Mail, die ich nach Luises Tod geschrieben habe, in ihrer Hauszeitschrift zu veröffentlichen. Sie war sich sicher, dass ich viele Menschen damit berühren könnte. Vielleicht könnte unsere Geschichte dem einen oder anderen sogar helfen, mit manchen Situationen besser umzugehen.
Sollte das für mich Aufgeschriebene anderen nützlich sein? Selbst die Menschen, die meine E-Mails erhielten, kannten ja nur Bruchstücke von unserer Geschichte. Auch sie sollten mehr erfahren. Jeder, den es interessierte, sollte nun die Möglichkeit erhalten, unsere Geschichte ausführlich zu erfahren und auch immer wieder nachlesen zu können.

Und wie das manchmal so ist. Kaum denkt man über etwas nach, das sich anfangs so ungeheuerlich anfühlt, so fällt man wirklich über viele kleine Hinweise, die die Richtung angeben. Ganz schnell war mir bewusst, dass ich dies realisieren kann. Ganz alleine aus eigener Kraft, und ich hatte das starke Gefühl, dass Luise mich dazu antrieb. Was kann schon passieren? Entweder erreiche ich den Leser mit meiner Geschichte oder nicht. Ich würde mich freuen, wenn ich Ihr Herz berühre!